Appenzell Innerrhoden: Erstes Windrad ohne gültige Bewilligung in Betrieb
In Schlatt AI dreht sich das erste Windrad des Kantons Appenzell Innerrhoden, allerdings ohne gültige Baubewilligung. Wie Blick berichtet, hat ein Landwirt auf seinem Hof eine knapp 30 Meter hohe Kleinwindanlage aufgestellt. Bewilligt war ursprünglich eine andere Anlage. Diese Bewilligung ist laut kantonaler Bauverwaltung abgelaufen, weil das Projekt nicht fristgerecht umgesetzt wurde. Der Betreiber hat nun eine Projektänderung eingereicht. Wird sie abgelehnt, droht der Rückbau.
Unsere Einordnung
Regeln gelten für alle: Baubewilligungen sind kein Formalismus. Sie sichern Nachbarn, Gemeinde und Bevölkerung das Mitspracherecht, und zwar bevor gebaut wird, nicht danach.
Ein Hofwindrad ist nicht Aesch: Eine 30-Meter-Anlage für den Eigenbedarf ist etwas völlig anderes als Industrie-Windturbinen von über 200 Metern, wie sie im Kanton Zürich geplant sind.
Mitsprache statt Abkürzungen: Der Kanton Zürich plant bis zu 120 Windräder, und mit beschleunigten Verfahren sollen Einsprachen eingeschränkt werden. Wer die Bevölkerung übergeht, verspielt die Akzeptanz. Das letzte Wort müssen Volk und Gemeinden haben.
Quelle: Blick, 20.10.2026


Kommentare