top of page

Auch PRO LANDSCHAFT AR/AI wehrt sich gegen Windräder

  • Autorenbild: Martin Hartmann
    Martin Hartmann
  • vor 12 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Offener Brief an den Kantonsrat des Kantons AR



Sehr geehrte Kantonsrätinnen und Kantonsräte


Die Energiezukunft unseres Kantons braucht Mut, Weitsicht – und die Bereitschaft zur Korrektur, wenn ein Plan den Realitäten nicht standhält. Der aktuelle Richtplan zur Windenergie fällt genau in diese Kategorie: unausgereift, unausgewogen und in dieser Form nicht tragbar.

Die Bevölkerung hat sich klar geäussert: Während der Ausbau der Photovoltaik breite Zustimmung findet, wurde der Abschnitt zur Windkraft im Richtplan mit über 80% abgelehnt, auch viele Gemeinden äusserten deutliche Kritik. Das ist kein Nebengeräusch, sondern ein deutlicher Weckruf. Wer diese Tatsache ignoriert und beabsichtigt, den Richtplan in allen wesentlichen Punkten unverändert durchzusetzen, riskiert eine Energiepolitik gegen die Bevölkerung – mit den bekannten Folgen: Widerstand, Blockade, Vertrauensverlust.

Die Ablehnung richtet sich nicht gegen erneuerbare Energien – im Gegenteil. Die Bereitschaft, in eine nachhaltige Energiezukunft zu investieren, ist vorhanden. Was fehlt, ist ein Plan, der technisch durchdacht, geografisch umsetzbar und demokratisch legitimiert ist. Der vorliegende Entwurf erfüllt keines dieser Kriterien.

Statt klarer Vorgaben enthält der Richtplan vage Absichtserklärungen: keine verbindlichen Abstände, Höhenbegrenzungen oder ein wirksames Mitspracherecht für Gemeinden. Während die Standorte faktisch schon festgelegt sind, wird der Bevölkerung suggeriert, es handle sich lediglich um „Eignungsgebiete“. Das ist nicht Transparenz, sondern eine Illusion von Beteiligung.

Die vorgeschlagenen Standorte liegen vielfach in bewohnten, kleinteiligen Gebieten, wo weder Lärmschutz noch Sicherheitsabstände eingehalten werden können. Das ist keine Planung, sondern Wunschdenken. Ein Plan, der in der Umsetzung zwangsläufig zu massiven Konflikten mit Anwohnern und betroffenen Gemeinden führt, ist untauglich.

Auch inhaltlich bleibt der Richtplan unzureichend: Zentrale Herausforderungen wie Netzstabilität, saisonale Schwankungen oder Speicherlösungen werden ausgeblendet. Windenergie kann – richtig eingesetzt – Teil der Lösung sein. Doch im Appenzellerland ist sie es im vorgesehenen Ausmass nicht – dies aufgrund der Kleinräumigkeit des Kantons mit Streusiedlung und des geringen Windpotenzials. Selbst windkraftfreundliche Akteure halten nur einen Bruchteil der ausgewiesenen Flächen für realistisch.

Deshalb braucht es jetzt Klarheit und Konsequenz:

  • Der Richtplan muss zurückgewiesen werden.

  • Die Eignungsgebiete sind vollständig neu zu beurteilen – basierend auf Fakten, nicht auf Wunschdenken. Unabhängige Windenergieexperten müssen ausgewogen neben den bisherigen Wind-Lobbyisten und direkten Windkraft-Profiteuren in den Richtplanüberarbeitungsprozess eingebunden werden.

  • Bevölkerung und Gemeinden müssen verbindlich einbezogen werden – nicht nur „angehört“.

  • Die Rahmenbedingungen für den Bau von Windkraftanlagen müssen von Beginn an klar definiert werden.

Die Chance, diese Fehlplanung zu stoppen, liegt in Ihrer Hand. Nutzen Sie sie. Die Energiewende braucht Zustimmung, nicht Zwang – und Planung mit Bodenhaftung statt überhasteter Symbolik.

Sie finden im Anhang eine Zusammenfassung der Kernargumente, ab Seite 3 werden diese Argumente detailliert hergeleitet.

Setzen Sie ein Zeichen für ehrliche, wirksame Energiepolitik. Stimmen Sie für die Rückweisung und geben Sie der Regierung einen klaren Auftrag.

Mit freundlichen Grüssen

PRO LANDSCHAFT AR/AI

Dino Duelli, Präsident


Kommentare


Martin Hartmann

Föhrenweg 12

8904 Aesch ZH

+41 78 860 60 73

gegenwindaesch@mail.ch

Unterstützungsmöglichkeiten

  • Twint +41 78 860 60 73

  • Paypal @gegenwindaesch

  • IBAN CH08 8080 8003 7597 6438 6
    Martin Hartmann, 8904 Aesch

Auf dem Laufenden bleiben
oder aktiv werden:

bottom of page