Rotorblatt-Ursache geklärt: Riss im Blattlager – auch zweite Anlage in Waldhausen betroffen
- Martin Hartmann
- vor 3 Tagen
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Nach dem Rotorblattbruch vom 5. Juli im Windpark Waldhausen bei Aalen steht die Ursache fest: Nach umfangreichen Untersuchungen von Windtechnikexperten und einem unabhängigen Gutachter geht Betreiber Statkraft mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Riss im Blattlager aus. Verletzt wurde niemand, über die havarierte Anlage hinaus entstand kein weiterer Sachschaden.
Bei der vorsorglichen Kontrolle aller übrigen Anlagen des Windparks entdeckten die Fachleute an einer weiteren Turbine ebenfalls einen Riss im Blattlager. Dieser Schaden wurde bereits behoben, die Anlage läuft seit dem 17. Juli wieder. Das betroffene Blattlager soll dennoch im November vorsorglich komplett ausgetauscht werden, sobald ein geeigneter Kran verfügbar ist.
Als Konsequenz will Statkraft künftig alle Anlagen des Windparks mit einem Echtzeit-Monitoring ausstatten: Eine umlaufende Glasfaser soll kleinste Veränderungen an den Blattlagern erkennen und melden.
Brisant: Erst im Januar dieses Jahres hatte ein Weiterbetriebsgutachten die Standsicherheit und Materialtauglichkeit sämtlicher Anlagen im Windpark bestätigt. Das zuständige Landratsamt sieht nach eigener Auskunft keine Hinweise darauf, dass der Betreiber seinen gesetzlichen Pflichten nicht nachgekommen sei.
Der Windpark Waldhausen wird seit 2021 von Statkraft betrieben, die sieben Anlagen stammen aus den Jahren 2006/2007. Ein Repowering mit sechs leistungsstärkeren Anlagen ist geplant, deren Inbetriebnahme frühestens 2029 vorgesehen ist.



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